Schwendemann M, Blaschitz V, Dirim İ (2026)
Publication Type: Journal article
Publication year: 2026
Original Authors: Matthias Schwendemann, Verena Blaschitz, İnci Dirim
Article Number: 5
Issue: 2
DOI: 10.37307/j.2198-2430.2026.02.05
Das verpflichtende Sprachscreening MIKA-D dient seit dem Schuljahr 2018/2019 in Österreich als Grundlage für die Zuweisung zu Deutschfördermaßnahmen bzw. zur Teilnahme an Regelklassen. Aufgrund seiner unmittelbaren Auswirkungen auf die Bildungsbiografien betroffener Schüler:innen handelt es sich um ein high-stakes-Verfahren. Ein zentrales Element des Tests ist die Erhebung der Verbstellungsregeln auf Basis implikationeller Erwerbsreihenfolgen. Diese Fokussierung wirft jedoch grundlegende testtheoretische Fragen auf: Die Auswahl erfasst nur einen begrenzten Teilbereich sprachlicher Kompetenzen und vernachlässigt zugleich die Komplexität schulischer Sprachanforderungen, die im Kontext von Dialekt- Standard-Variation sowie der unzureichenden Beschreibung bildungssprachlicher Anforderungen besonders deutlich werden. Der Beitrag diskutiert die Problematik und mögliche Fallstricke einer Anwendung syntaktischer Erwerbsmodelle im Kontext der Sprachdiagnostik und benennt zentrale Desiderata für eine differenzierte Erfassung sprachlicher Fähigkeiten im schulischen Kontext
APA:
Schwendemann, M., Blaschitz, V., & Dirim, İ. (2026). Die (Un-)Möglichkeit des Einsatzes von Erwerbsstufen in der Sprachdiagnostik am Beispiel von MIKA-D. Deutsch als Fremdsprache. https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.2026.02.05
MLA:
Schwendemann, Matthias, Verena Blaschitz, and İnci Dirim. "Die (Un-)Möglichkeit des Einsatzes von Erwerbsstufen in der Sprachdiagnostik am Beispiel von MIKA-D." Deutsch als Fremdsprache (2026).
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