Zur AGB-Inhaltskontrolle bei AT1-Anleihebedingungen

Homm S (2026)


Publication Type: Journal article, decision note

Publication year: 2026

Journal

Pages Range: 948-955

Journal Issue: 20

URI: https://www.otto-schmidt.de/wm-zeitschrift-fur-wirtschafts-und-bankrecht-probeabo-03426971

Abstract

Anfang Mai 2025 erging ein Urteil des OLG Bremen zu den AGB von sogenannten AT1-Anleihen. Bei Letzteren handelt es sich um spezielle Finanzinstrumente, die es regulierten Instituten erleichtern sollen, die regulatorischen Eigenkapitalanforderungen der Kapitaladäquanzverordnung (CRR) zu erfüllen. Kernaspekt von AT1-Finanzinstrumenten ist dabei, dass deren Gestaltung weitestgehend durch die CRR vorgeschrieben ist. Abweichungen von den regulatorischen Vorgaben in den AGB zu diesen Finanzinstrumenten können zum Verlust der AT1-Qualifikation führen - mit entsprechenden Folgen für das nachzuweisende regulatorische Eigenkapital. Gleichwohl hatte das OLG Bremen zwei Klauseln entgegen § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB der Inhaltskontrolle unterworfen. Dass das nicht überzeugt, zeigt mein Beitrag in der WM ab Seite 948. Vielmehr unterfallen auch solche Bedingungen, die nicht von öffentlich-rechtlichen Vorschriften abweichen, der Kontrollfreiheit nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB. 

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How to cite

APA:

Homm, S. (2026). Zur AGB-Inhaltskontrolle bei AT1-Anleihebedingungen. WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht, 20, 948-955.

MLA:

Homm, Stefan. "Zur AGB-Inhaltskontrolle bei AT1-Anleihebedingungen." WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht 20 (2026): 948-955.

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