Schürch B, Wolf S, Schmidt P, Conard NJ (2020)
Publication Type: Journal article
Publication year: 2020
Book Volume: 29
Pages Range: 53-79
Open Access Link: https://kernsverlag.com/de/mollusken-der-gattung-glycymeris-aus-der-vogelherd-hoehle-bei-niederstotzingen-lonetal-suedwestdeutschland/
Im Vogelherd im Lonetal wurden bedeutende Kleinkunstwerke aus Mammutelfenbein ausgegraben. Neben diesen Kleinkunstwerken sind es die zahlreichen Schmuckstücke, Flötenfragmente, Steinartefakte, Geweih- und Knochenartefakte, welche die Fundstelle einzigartig machen. In der vorliegenden Studie werden die Mollusken aus dem Vogelherd vorgestellt, denen bislang wenig Aufmerksamkeit zukam. Diese liefern neue Informationen, um die Mobilität und das soziale Verhalten der Gruppen im Aurignacien besser zu verstehen. Es werden Mollusken-Funde aus der Ausgrabung durch Gustav Riek im Jahr 1931 sowie Mollusken-Funde behandelt, die während der Nachgrabungen zwischen 2005 und 2012 am Vogelherd geborgen wurden. Zwischen den Mollusken vom Vogelherd und Mollusken aus weiten Teilen Mitteleuropas wurden Vergleiche gezogen, um die Funde vom Vogelherd in ihren Kontext einzuordnen. Die Vergleiche und die mikroskopischen Untersuchungen der Mollusken ermöglichen eine Diskussion zur funktionalen Einordnung dieser Fundkategorie. Die aus dem Vogelherd vorliegenden bestimmbaren Mollusken gehören hauptsächlich zur Gattung Glycymeris. Zudem wurde die Herkunft der fossilen Glycymeris bestimmt. Sie stammen aus dem Mainzer Becken. Das erlaubt es, eine der weitesten Fernverbindungen zu rekonstruieren, die für das Aurignacien in Deutschland bekannt sind.
APA:
Schürch, B., Wolf, S., Schmidt, P., & Conard, N.J. (2020). Mollusken der Gattung Glycymeris aus der Vogelherd-Höhle bei Niederstotzingen (Lonetal Südwestdeutschland). Mitteilungen der Gesellschaft für Urgeschichte, 29, 53-79. https://doi.org/10.51315/mgfu.2020.29003
MLA:
Schürch, Benjamin, et al. "Mollusken der Gattung Glycymeris aus der Vogelherd-Höhle bei Niederstotzingen (Lonetal Südwestdeutschland)." Mitteilungen der Gesellschaft für Urgeschichte 29 (2020): 53-79.
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